Jahreslosung 2019
Gott spricht: Suche Frieden und jage ihm nach.
Psalm 34,15

Der Kirchenkreis stellt sich für die Zukunft auf

Rückläufige Kirchensteuern, weniger Gemeindeglieder und weniger Pfarrerinnen und Pfarrer machen Veränderungen für die Zukunft in den evangelischen Gemeinden des Kirchenkreises Gladbach-Neuss erforderlich. Die Synode hat sich auf ihrer Herbsttagung am 16. November im Ernst-Christoffel-Haus in Rheydt mit der regionalen Zusammenarbeit von Kirchengemeinden beschäftigt, um auch in der Zukunft den pastoralen Dienst sicherstellen zu können.

Nach dem Gottesdienst in der Hauptkirche begann die Synode mit dem Bericht des Superintendenten. Dietrich Denker hat seinen Bericht unter das biblische Leitwort „Mache dich auf und werde licht“ gestellt. “Wo Menschen in der Finsternis ihrer Ängste, in Einsamkeit oder Trauer kein Licht mehr sehen, stehen wir ihnen bei und helfen. Wo Menschen bedroht werden oder bedroht sind an Leib und Leben, treten wir für sie ein. In persönlicher Not sind wir für sie da und lassen sie nicht alleine. Bei der Suche nach Orientierung für ihr Leben, bezeugen wir den Menschen unseren Glauben und helfen ihnen, sich zu bilden und im Leben zurecht zu finden“, so Denker.

Im weiteren Bericht hat er zu Themen wie Gewalt, Klimawandel und Ökumene Stellung genommen und einige aktuelle Ereignisse aus dem Kirchenkreis aufgegriffen. Der gesamte Bericht kann hier nachgelesen werden.

Die 170 Synodalen aus den 23 Kirchengemeinden haben eine umfangreiche Tagesordnung abgearbeitet und dabei einige zukunftsweisende Beschlüsse gefasst:

Hier einige Beschlüsse in Kürze:

Regionale Zusammenarbeit von Kirchengemeinden

Das Gebiet des Kirchenkreises wird ab dem 1.1.2020 in drei Regionen unterteilt:
Region Ost, Region Süd und Region West.
 
Zur Region Ost gehören: Kirchengemeinde Kaarst, Christuskirchengemeinde Neuss, Kirchengemeinde Neuss - Süd,    Kirchengemeinde Norf - Nievenheim, ReformationskirchengemeindeNeuss und Kirchengemeinde Dormagen.
 
Zur Region Süd gehören: Die Kirchengemeinden Grevenbroich, Jüchen, Kirchherten, Otzenrath - Hochneukirch, Rommerskirchen und Wevelinghoven.
 
Zur Region West gehören: Die Kirchengemeinden Brüggen Elmpt, Großheide, Kelzenberg, Korschenbroich, Odenkirchen, Rheindahlen, Rheydt, Waldniel, Wickrathberg, die Christus­kirchengemeinde Mönchengladbach und die Friedenskirchengemeinde Mönchengladbach

Die Mitglieder einer Region sollen sich z. B. über die (Wieder-)Besetzung von Pfarrstellen aber auch Stellen für Jugendmitarbeitende oder Kirchenmusiker verständigen. Die Anstellung erfolgt wie bisher bei einer Gemeinde aber es ist denkbar, dass ein Pfarrer, eine Pfarrerin zukünftig für zwei Gemeinden tätig ist. Durch die zu erwartenden rückläufigen Kirchensteuern und Gemeindegliederzahlen wird es nicht mehr zu vollen Pfarrstellen oder Mitarbeitendenstellen kommen. Durch die engere Zusammenarbeit in einer Region kann möglichen Interessenten eine volle Stelle statt einer Teilzeitstelle angeboten werden.

Neuaufstellung in der Öffentlichkeitsarbeit

Bis zum Sommer 2020 wird ein Konzept zur zukünftigen Öffentlichkeitsarbeit erstellt. Insbesondere soll darin geklärt werden, wie sich der Kirchenkreis zukünftig in den digitalen Medien präsentieren und die interne Kommunikation mit den Kirchengemeinden, Verbänden und Werken gestalten wird.

Veränderungen im Bereich kreiskirchlicher Diakonie

Fortbildung von haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden in der gemeindlichen Seniorenarbeit und im Besuchsdienst sowie Beratung und Begleitung der Kirchengemeinden im Bereich der Seniorenarbeit wird zukünftig von der Philippus-Akademie wahrgenommen. Die Arbeit des Diakoniereferats wird wegen Eintritts der Stelleninhaberin in den Ruhestand eingestellt.

Haushalt 2020

3,7 Millionen Euro stehen dem Kirchenkreis für seine Arbeit im kommenden Jahr zur Verfügung. Damit werden folgende Aufgabenfelder wahrgenommen: Jugendarbeit, Erwachsenenbildung, Öffentlichkeitsarbeit, Krankenhausseelsorge, Notfallseelsorge, Gehörlosenseelsorge, Schulreferat, Telefonseelsorge, Superintendentur, Verwaltung

Insgesamt arbeiten 27 theologische und nichttheologische Mitarbeitende in den genannten Arbeitsfeldern. Sie werden von sechs Verwaltungsmitarbeitenden unterstützt.

 

 

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