Jahreslosung 2018
Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Offenbarung 21,6 (L)

"Was machen Kirchenvertreter bei der „Einweihung“ einer Autobahn?“

NGZ-Artikel

https://rp-online.de/nrw/staedte/grevenbroich/juechen-a44n-wird-vom-nrw-verkehrsminister-eingeweiht_aid-32221923

Leserbrief von Superintendent Dietrich Denker:

Wir lesen einen Bibeltext, sagen was dazu und sprechen ein Gebet und einen Segen. 

Aus Jesaja 40 haben wir gelesen. Von Ingenieurskunst, haben wir gesprochen, und von der Verantwortung der Brücken- und Wegebauer für sichere Verkehrswege. 

Über Umkehr von aggressivem und gewaltbereiten Handeln hin zu einem fairen und wo nötig harten Diskurs haben wir geredet. Eine Form innerer Wegbereitung. 

Vom Wegebau im übertragenen Sinn haben wir gesprochen. 

Sich auf den Weg des Nachdenkens und der Besinnung zu machen, war uns wichtig: Der Besinnung auf Zukunftsfragen wie Klima und Schöpfungsbewahrung als Herausforderung für ein nachhaltiges und friedliches Miteinander auf Gottes schützenswerter Erde.

Und über das Unverfügbare im Leben und im Reiseverkehr haben wir gesprochen: Von Menschen, die hier fahren werden, von Einsatzkräften bei Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten und Notfallseelsorge. 

Und wir haben gebetet für die Menschen, die hier fahren werden und arbeiten werden und gearbeitet haben. 

Beim Segen geht es niemals um Asphalt! Immer um Menschen!

Und es war gut, dass wir da waren, wie es gut war, dass die äußerst effiziente Truppe friedlicher Sitzblockierer ihren Protest kund getan hat. 

Und dass die Politiker und Politikerinnen aus Region, Land, Bund und Kommunen da waren, war auch gut. Sie haben so ihre Mitverantwortung für das, was in der Region geschieht zum Ausdruck gebracht. 

Miteinander im Gespräch sein und beieinander bleiben - dafür stehen wir Kirchenvertreter ein. 

Polarisieren ist in diesem Kontext nicht unsere Aufgabe. 

Und ein Gebet und ein Segen schaden nie und nirgends.

Dietrich Denker

 

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