Jahreslosung 2018
Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Offenbarung 21,6 (L)

Kirchenkreis auf der Landessynode

Bericht von der Landessynode 2018

  • Aus unserem Kirchenkreis waren bei der Landessynode: Stephan Dedring (Ausschuss für öffentliche Verantwortung), Dietrich Denker (Innerkirchlicher Ausschuss), Tobias Goldkamp (Innerkirchlicher Ausschuss), Dr. Martin Hütter (Theologischer Ausschuss), Miriam Lohrengel (Ausschuss für Erziehung und Bildung), Dr. Eva Mockel (Theologischer Ausschuss), Dr. Maike Neumann (Theologischer Ausschuss), Michael Schneider (Ausschuss für Kirchenordnung und Rechtsfragen)
  • Anlässlich des Endes des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren schloss sich die Landessynode mit einem Friedenswort 2018 dem von der Partnerkirche United Church of Christ (UCC) in den USA vertretenen Modells eines gerechten Friedens an, als Gegenmodell zum “gerechten Krieg”.
  • Für die Begegnung mit Muslimen hat die Landessynode eine theologische Positionsbestimmung beschlossen. Der Dialog soll vertieft werden. Die Kirchenleitung soll Rückmeldungen der Kirchengemeinden, Kirchenkreise und Einrichtungen auswerten und Vorschläge entwickeln, wie die Begegnung mit Muslimen weiter gestärkt werden kann.
  • Kirchliche Träger können in bestimmten Arbeitsbereichen auch Angehörige nichtchristlicher Religionsgemeinschaften als Mitarbeitende einstellen, wenn in der entsprechenden Einrichtung in erheblichem Umfang Menschen betreut werden, die keiner christlichen Kirche angehören oder wenn die Beschäftigung der interkulturellen Öffnung dient. Voraussetzung ist in jedem Fall eine entsprechende Grundkonzeption.
  • Die Landessynode hat die Kirchenleitung beauftragt, die Modalitäten der Kirchensteuerverteilung zu überprüfen. Überlegt wird, die Kirchensteuern künftig landeskirchenweit pro Kopf zu verteilen. Bisher erfolgt die Verteilung so, dass Kirchenkreise mit einkommensstärkeren Gemeindegliedern höhere Steueraufkommen erhalten.
  • Durch das Erprobungsgesetz besteht künftig die Möglichkeit, das einzelne Gemeinden, Kirchenkreise und Verbände in bestimmten Bereichen vom Kirchenrecht abweichen. Dazu erteilt die Kirchenordnung entsprechende Genehmigungen, wenn die Vorteile die Risiken überwiegen und keine gesamtkirchlichen Interessen entgegenstehen. Die jeweiligen Erprobungen werden als Verordnungen im Amtsblatt veröffentlicht, werden auf fünf Jahre befristet und werden von der Kirchenleitung dokumentiert und ausgewertet.
  • Unter dem Motto “Leichtes Gepäck” will die Landessynode bürokratische Hürden abbauen. Sie hat z.B. Genehmigungserfordernisse gestrichen und die Möglichkeit eröffnet, dass zwei Gemeinden einen gemeinsamen Fachausschuss bilden. Sie hat die Kirchenleitung beauftragt, Arbeitsgruppen einzusetzen, das Kirchenrecht weiter zu vereinfachen, die Belange Ehrenamtlicher stärker zu berücksichtigen und die Handlungsspielräume der Gemeinden und Kirchenkreise zu erweitern.
  • Als Nachfolgerin von Oberkirchenrat Klaus Eberl wählte die Landessynode die bisherige Düsseldorfer Superintendentin Henrike Tetz zum neuen hauptamtlichen Mitglied der Kirchenleitung und Leiterin der Abteilung 3 “Erziehung und Bildung” des Landeskirchenamtes. Zum neuen Vorsitzenden des Ausschusses für Erziehung und Bildung wählte die Synode den 42-jährigen Düsseldorfer Schulpfarrer Dr. Sascha Flüchter. Er ist Pfarrer am Landeskirchlichen Gymnasium in Düsseldorf.
  • Vor der nächsten Landessynode 2019 findet vom 4. bis 6. Januar 2019 eine Jugendsynode statt, auf der je ein Landessynodaler aus jedem Kirchenkreis gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Evangelischen Jugend im Rheinland sich mit Entwicklungen im Bereich Jugend-Kirche-Gesellschaft befassen und Vorlagen der Landessynode 2019 vorberaten werden.

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