Jahreslosung 2019
Gott spricht: Suche Frieden und jage ihm nach.
Psalm 34,15

Die Tragödie im Hürtgenwald

Am Samstag, 30. März, starteten 50 Menschen vom Haus des Kirchenkreises Richtung Eifel, um sich im Rahmen einer Friedens-Exkursion der Philippus-Akademie die Ereignisse im Hürtgenwald Ende 1944 in Erinnerung zu rufen.

Unter sachkundiger Leitung von Werner Ulrich, ehemaliger Leiter der Erwachsenenbildung des Kirchenkreises, erhielten die Teilnehmer einen guten Einblick in eine der blutigsten Schlachten des 2. Weltkrieges. In einem hoffnungslosen Kampf versuchten die deutschen Truppen den Marsch der Alliierten ins Rheinland zu stoppen. Insgesamt kamen 68.000 Menschen auf beiden Seiten zu Tode. Ein bis dahin noch urwüchsiges Waldgebiet wurde weitestgehend zerstört.

Die Gruppe verschaffte sich auf dem berüchtigten „Kall-Trail“ einen Überblick über das unübersichtliche und schwierige Gelände. Mit Hilfe von Zeitzeugenberichten vermittelte Werner Ulrich einen Eindruck über die Grausamkeit der Schlacht um den Hürtgenwald, die auch als Allerseelenschlacht bezeichnet wird. Der Besuch des Soldatenfriedhofs Vossenack für 2.334 deutsche Tote und des Soldatenfriedhofs Henri Chapelle in Belgien für 7.992 amerikanische Tote verdeutlichte durch die vielen Gräber die Sinnlosigkeit der Schlacht.

Da es immer weniger Zeitzeugen gibt, sind Exkursionen nach Hürtgenwald und andernorts als Mahnung zum Frieden wichtig, um gegen das Vergessen anzukämpfen.

Einige Bilder vermitteln einen Eindruck von der Exkursion.

Die Gruppe auf dem Weg zum "Kall-Trail"

Auf dem Friedhof Vossenack

Info-Tafel auf dem Friedhof Vossenack

Erinnerungsstellen im Wald

Amerkanischer Friedhof Henri Chapelle

Grabstelle für einen jüdischen Soldaten

Bilder: Ulrich und Dornbach-Nensel

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